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Konzepte der Elternbildung

Eine Rezension von Günther Leeb, Bereichsleiter Bildung der Kinderfreunde OÖ


 

Die Kölner Erziehungswissenschafterin Sigrid Tschöpe-Scheffler legt hier erneut ein wichtiges und gelungenes Buch vor. Nicht nur Elternbildnern und Organisationen im Sozialbereich wird es eine Hilfe sein, auch bewusst erziehende Eltern könnten sich darin einen guten Überblick über die existierenden Elterntrainings verschaffen - zumindest gilt das für Deutschland, in Österreich gibt es nur wenige davon.

In ihrem Buch "Elternbildung auf dem Prüfstand" (Leske+Budrich, 2003) hat Tschöpe-Scheffler erstmalig damit begonnen, verschiedene Elternbildungskonzepte zu evaluieren, zu kritisieren und auf ihre Wirksamkeit hin zu prüfen. Im Falle des Erziehungsprogramms “Triple P” hat dies zu einer heftigen Kontroverse geführt, die vor allem darin wurzelte, dass sich “Triple P” im Gegensatz zu fast allen anderen Elterntrainings nicht auf Konzepte der humanistischen Psychologie (Carl Rogers u. a.) sondern im antiquiert erscheinenden Behaviorismus (mit der Betonung der Konditionierung des Verhaltens) wurzelt. Tschöpe-Scheffler konnte dabei auf prominenteste Unterstützer ihrer kritischen Haltung gegenüber “Triple P” zurückgreifen, unter anderem den Bielefelder Gesundheitssoziologen Klaus Hurrellmann.

Im neuen Buch der Herausgeberin Sigrid Tschöpe-Scheffler sind die Beiträge über die einzelnen Elternbildungskonzepte von den Betreibern oder Erfindern zusammengestellt und geschrieben worden. Fünfzehn teils sehr unterschiedliche Konzepte werden im ersten Teil des Buches übersichtlich und anschaulich beschrieben. Von straffen systematischen Trainings (STEP, Triple P) bis zu offen dialogischen Konzepten (Eltern stärken) bis zu Programmen mit Integrationsansatz oder Familienbildungsschwerpunkt (z. B. FuN). Ausgehend von den wissenschaftlichen Hintergründen werden die Leser tief in die Wirkungsweise der Programme eingeführt und erfahren viel über Ablauf, Ziele und praktische Erfahrungen.

 

Triple P (Positive Parenting Programm = Positives Erziehungsprogramm): hilft Eltern, ihre Kinder liebend und gern zu erziehen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern
STEP: Demokratische Erziehung, die Gleichwertigkeit von Eltern und Kindern steht im Zentrum
FuN: Gemeinsamer Spaß in der Familie steht im Vordergrund

Im zweiten Teil des Buches greift Tschöpe-Scheffler erneut auf ihr Konzept "Die 5 Säulen der Erziehung" zurück und vergleicht drei Konzepte (Starke Eltern - starke Kinder, STEP und Triple P) hinsichtlich der ihrer selbst gesteckten Ziele und Schwerpunkten.

In einem letzten spannenden Kapitel dieses klug zusammen gestellten Buches wird durch die Gegenüberstellung von den Konzepten "Triple P" und "Eltern stärken" die ganze Bandbreite und die gegensätzliche Herangehensweise - ausgehend von unterschiedlichen Menschenbildern - an das Thema Elternbildung deutlich. | Günther Leeb

Sigrid Tschöpe-Scheffler (Hrsg.): Konzepte der Elternbildung. Eine kritische Übersicht. Barbara Budrich-Verlag. Leverkusen 2005. ISBN 3-938094-21-4
 

Veranstaltungshinweise zum Thema:

Was Eltern brauchen und Elternkurse bieten können
Tagesseminar: Prof. Dr. Sigrid Tschöpe-Scheffler, Köln
Datum: 2. Dezember 2005, 8.30 bis 14.30 Uhr
Ort: Hermann-Gmeiner-Akademie, Hermann-Gmeiner-Straße 51, A-6020 Innsbruck Kann man Eltern bilden? Wege aus der Elternfalle
Vortrag und Workshop: Dr. Helmut de Waal, Steyr
Datum: 11. November 2005, 9 bis 13 Uhr
Ort: Haus der Begegnung, Rennweg 12,
A-6020 Innsbruck
 

Information und Anmeldung:
Elternbildung Tirol
Stafflerstraße 10a,
A-6020 Innsbruck,
Tel.: +43-650 56 41 580
E-Mail: office@elternbildung-tirol.at
Internet: www.elternbildung-tirol.at

Informationsdienst "beziehungsweise", Ausgabe 18/2005.