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Schule und soziale Chancen
Hat die Schule eine kompensatorische Wirkung bezüglich unterschiedlicher Sozialchancen von Jugendlichen je nach Elternhaus oder wirkt sie stabilisierend auf soziale Ungleichheit? Die vorliegende Studie geht einerseits der Frage nach, inwieweit Bildungsentscheidungen von der elterlichen Bildungsschicht, dem Geschlecht und dem Wohnort abhängen und versucht andererseits, die Bildungszusammensetzung der österreichischen Bevölkerung zu prognostizieren. Die Studie beruht auf Mikrozensusdaten des Jahres 1996, welche insbesondere individuelle Schulkarrieren enthalten.
Martin Spielauer u.a.: Family and Education. Intergenerational educational transmission within families and the influence of education on partner choice and fertility. Analysis and microsimulation projection for Austria. ÖIF-Schriftenreihe Nr. 11. Wien 2003. ISBN 3-901668-33-0. (inkl. deutsche Kurzfassung)
PISA im Netz
Im Abstand von drei Jahren erhebt die OECD unter dem Namen PISA (Programme for International Student Assessment) den Wissensstand 15-jähriger Schüler und Schülerinnen in den wichtigsten Industrienationen in den Fächern Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und seit 2003 auch im Problemlösen. Es beteiligten sich 250.000 SchülerInnen in 41 Ländern, bei der nächsten Erhebung 2006 werden 58 Länder teilnehmen. Als beste Nation schnitt wie auch im Jahr 2000 Finnland ab, das in drei Kategorien auf Platz Eins und im Problemlösen auf Platz Zwei liegt. Das Ergebnis für Österreich fiel gegenüber der letzten Untersuchung deutlich schlechter aus und hat damit eine nationale Bildungs-Debatte ausgelöst.
INFO: www.pisa.oecd.org
Einführung in die Familienpolitik
Irene Gerlach, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Münster, hat eine umfassende Einführung in die Familienpolitik vorgelegt. Historisch fundiert und europäisch vergleichend beschreibt sie die Entwicklung von Familien sowie Motive, Akteure, Inhalte und Steuerungsinstrumente von Familienpolitik. Die Darstellung der Systematik und der Handlungsfelder dieses Politikfeldes verbindet die Autorin mit Fragen des Wohlfahrtsstaates und sozialer Sicherungssysteme. Das in den Praxisbeispielen speziell auf deutsche Gegebenheiten bezugnehmende Buch befasst sich auch mit Konzepten einer nachhaltigen Familienpolitik.
Irene Gerlach: Familienpolitik. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2004. 404 S. ISBN 3-8100-3410-X
