Was europäische Staaten für Familien leisten
In Europa werden verschiedene familienpolitische Maßnahmen eingesetzt, um Familien bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Sonja Dörfler, Soziologin am Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF), gibt in zwei Berichten einen Überblick über Förderungen in EU-Mitgliedstaaten sowie in Nicht-EU-Mitgliedstaaten, die an Österreich angrenzen und aus denen MigrantInnen nach Österreich kommen. In erster Linie geht es um monetäre Unterstützungen für Familien, zum Teil werden auch steuererleichternde Maßnahmen angeführt. Der erste Working Paper (Nr. 22) stellt staatliche Maßnahmen vor, die entweder externe oder innerfamiliale Kinderbetreuung unterstützen oder eine Wahlmöglichkeit zwischen beiden Betreuungsformen eröffnen. Es werden nur monetäre Leistungen für Kinderbetreuung berücksichtigt, die für Kinder unter sechs Jahren bestimmt sind. Bei den untersuchten Ländern handelt es sich um Deutschland, Finnland, Frankreich, Island, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Serbien-Montenegro, Slowakei, Ukraine und Ungarn. Das zweite Working Paper (Nr. 30) thematisiert familienpolitische Leistungen in ausgewählten europäischen Staaten außerhalb der Europäischen Union. Es werden jene Maßnahmen vorgestellt, die in ihrer Zielrichtung mit dem österreichischen Kinderbetreuungsgeld vergleichbar sind. Inhaltlich stehen neben Leistungen auch arbeitsrechtliche Fragen rund um den Karenzurlaub und um Mutterschaft im Blickfeld. Weiters finden sich in diesem Working Paper längerfristige Leistungen für die Bedürfnisse eines Kindes, die der Familienbeihilfe in Österreich entsprechen. Untersucht wurden Nachbarstaaten Österreichs sowie Länder, aus denen MigrantInnen nach Österreich kommen: Kroatien, Lettland, Norwegen, Polen, Schweiz, Serbien-Montenegro, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine und Ungarn.
Literatur: Sonja Dörfler: Familienpolitische Maßnahmen zum Leistungsausgleich für Kinderbetreuung - ein Europavergleich. Working Paper Nr. 22 / 2002. ÖIF Wien.
Sonja Dörfler: Familienpolitische Leistungen in ausgewählten europäischen Staaten außerhalb der Europäischen Union. Working Paper Nr. 30 / 2002. ÖIF Wien.
Informationen: Kontakt: Mag. Sonja Dörfler, Psychosoziale Abteilung am Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF), Gonzagagasse 19/8, A-1010 Wien, Tel: +43-1-5351454-20,, E-Mail: sonja.doerfler@oif.ac.at
