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Deutsche Kinder zunehmend Sozialhilfeempfänger

Altersarmut hingegen zurückgedrängt


Immer mehr Kinder in Deutschland sind auf Sozialhilfeleistungen angewiesen. Dies zeigt die jüngste deutsche Sozialhilfestatistik. 1980 erhielten im früheren Bundesgebiet 2,1% der siebenjährigen Kinder Sozialhilfe, 1990 waren es 4,5% und Ende 1995 betrug die Quote 6,7%. Bei den älteren Kindern war der Anstieg geringer. Ausländische Kinder unter 7 Jahren waren hingegen besonders betroffen. 1980 waren 1,4% von ihnen von Armut bedroht, 1995 waren es 12,2%.

Bei Personen über 65 Jahren ist die Sozialhilfequote von 1,8% auf 1,3% gesunken. Die Altersarmut konnte in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem durch den Ausbau der Alterssicherung zurückgedrängt werden. Das Armutsrisiko von Kindern hat sich hingegen erhöht. Immer häufiger muß zur Abwendung des Armutsrisiko Sozialhilfe in Anspruch genommen werden. Oft ist die Sozialhilfe dabei eine Überbrückung bis zur Bewilligung anderer Sozialleistungen. Die Ursachen des gestiegenen Armutsrisikos sind vielfältig. Entscheidende Gründe sind sicherlich der Anstieg der Arbeitslosigkeit, die Zunahme der Scheidung (in Deutschland), Trennungen und ledige Mutterschaften, die Zuwanderung einkommensschwacher Familien und das Hinterherhinken der Einkommen hinter dem Anstieg der Lebenshaltungskosten bei vielen Familien mit mehreren Kindern.


Informationen: Heribert Engstler, Bernkasteler Strasse 65, D 53175 Bonn.

Informationsdienst "beziehungsweise", Ausgabe 9/1998.