zum Inhaltsbereich springen.

zur Hauptnavigation springen.

zur Subnavigation springen.

zum Standort springen.

ÖIF. Link zu Universität Wien.

Links für den Wechsel der Webseitenansicht - grafische Ansicht (mit Webdesign), Hochkontrast (gelbe Schrift auf blauem Hintergrund mit Block-Links), ohne Formatierung (Browserstandard)

Um die Schriftgrösse zu ändern, halten Sie bitte die Strg-Taste und drehen das Mausrad oder wählen Sie in Ihrem Browsermenü >> Ansicht >> Schriftgrad..

Webseite nach Text durchsuchen

ihr Standort auf der Webseite

Standort: Service. Zeitschrift 'beziehungsweise'. 

Hauptbereich der Websiteinhalte

<- Zurück

Buchbesprechung: Was hält Paare zusammen?

Der Prozeß des Zusammenlebens in psychoökologischer Sicht


Das jüngste Buch des Zürcher Paar- und Familientherapeuten Jürg Willi setzt sich sehr umfassend und genau mit dem Prozeß des Zusammenlebens auseinander. Es ist keines dieser “So können Sie es richtig machen Bücher”, sondern eine ehrliche und offenen Auseinandersetzung mit dem in öffentlichen Diskussionen sehr zersausten Thema “Beziehungen”. Willi zeigt die verschiedenen Stadien von Paarentwicklung und zeigt so sehr sensibel die Möglichkeiten, Chancen und Risiken auf. Er beschreibt die gegenseitige Beeinflussung von Partner im Zusammenleben. Willi sieht die Verwirklichung der Liebe im Spannungsbogen zwischen symbiotischen Verliebtsein und Leiden an der Einsamkeit und dem Getrenntbleiben in der Liebe. Seiner Meinung nach ist diese Spannung nicht zu beklagen, sondern die treibende Kraft der Liebe. Erst durch diese Spannung werden die Partner veranlaßt einander zu suchen und sich gegenseitig zu erklären. Willi berichtet nicht nur aus seiner therapeutischen Erfahrung, sondern auch über gesellschaftliche Trends und Diskussionen. So bezeichnet er z.B. die Symbiose in der Phase des Verliebtseins als gesunde Grundlage einer Partnerschaft: “Das Verfallen in eine Symbiose ist heute für viele das größte Schreckgespenst der Liebe. Es wird befürchtet, damit die eigene Autonomie zu verlieren, nicht mehr man selbst zu sein, sich aufzugeben und als Person aufzulösen....Sind die Strukturen einer Person jedoch ausreichend gesichert, so kann die zeitweilige Regression in einen symbiotischen Zustand eine besondere Bereicherung und eine Quelle von Kräften sein.”

Literatur: Jürg Willi: Was hält Paare zusammen? Der Prozeß des Zusammenlebens in psychoökologischer Sicht. rororo Sachbuch 1997, ISBN: 3-499-60508-2.

Informationsdienst "beziehungsweise", Ausgabe 4/1998.