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Buchbesprechung: Frauenleben in Männerwelten

Die Nachkriegszeit in der Steiermark.


Karin Schmidlechner schildert das Leben von 70 Steirerinnen in der Nachkriegszeit. Sie beschreibt Lebensbedingungen, Versorgungsproblemen, Hausarbeit und Lohnarbeit, aber auch die Beziehungen der Frauen, deren familiäre Situation und die Politik. Die teilweise akribisch zusammengetragenen Fakten erhalten ihr Leben durch die sehr bunten Berichte der interviewten Frauen. So wird Geschichte lebendig. Je weiter man/frau liest, umso mehr faszinieren diese persönlichen Beschreibungen. Die eigenen Leistungen und Taten werden von den Frauen zwar oft als Selbstverständlichkeit dargestellt. Doch die Stärke, Zähigkeit, Mut und der unheimliche Wille zum Überleben dieser Frauen tritt sehr deutlich hervor. Die Lösungen, die dabei gefunden werden, sind oft sehr pragmatisch. So berichtet Maja B. über ihre Motive sich einen Partner zu suchen, folgendermaßen: Und des wor jo dann wieder olles mit einem Schlag weg, kein Beruf, kein Einkommen, nicht, kein Dach übern Kopf, nichts zum Anziehen, überhaupt nix. Also bei Null beginnen sozusagen. Und do host natürlich schon eher das Gefühl ghobt, wenn du einen Partner hättest, zu zweit geht alles leichter. ...Jo, i hob schon mit 18 Johren gewußt, daß ich mit dem einen Bergkameraden zusammen bleiben möchte, es wor von Heirat daweil amol noch ka Red, weil ma beide aufbauen wollten, ober wir hoben dann angefangen, des Geld, des wir gehobt hoben, zu sparen....

Und wenn jetzt schon zwei Leut ihr Geld auf einen Stapel werfen dann muß des auch halten, weil sonst...”

Literatur: Karin Schmidlechner Frauenleben in Männerwelten. Die Nachkriegszeit in der Steiermark. Döcker Verlag, Wien, 352 Seiten, 298 öS, ISBN: 3-85115-248-4.

Informationsdienst "beziehungsweise", Ausgabe 3/1998.