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Die "Geheimnisse" dauerhafter Ehen: Liebe und Vertrauen.

Vor allem immaterielle Motive halten Partner lange zusammen.


Wenn zwei Menschen in den Stand der Ehe treten, ist es für sie meist selbstverständlich, daß sie ein Leben lang zusammenbleiben werden. Doch in vielen Fällen kommt es ganz anders. Das vor dem Traualtar gegebene Versprechender "ewigen Treue" ist vergessen, und der größte Wunsch ist die reibungslose Scheidung. Kaum vorstellbar ist der Gedanke, nach 25 und mehr Ehejahren mit demselben Ehepartner immer noch glücklich und zufrieden sein zu können. Zwei Wissenschaftlerinnen haben die Geheimnisse von "Marathonehen" untersucht und dabei die Fragen gestellt, was Ehepaare nach vielen Jahren immer noch zusammenhält, wie zufrieden sie mit ihrer Situation sind und warum man noch zusammenlebt, obwohl man in der Ehe nicht wirklich glücklich ist. 105 freiwillige Paare, die mindestens 25 und längstens 46 Jahre verheiratet sind, wurden zu diesem Zweck befragt. Liebe steht im Vordergrund Paare, die nach vielen Jahren noch sehr zufrieden sind, haben vor allem folgende Motive:

  • Für alle glücklichen Paare steht mit großem Abstand ihr Bekenntnis zur Liebe im Vordergrund.
  • Weiters wurde von diesen Paaren auch betont, daß die Ehe ein Bündnis fürs Leben ist. Diese Aussage ist jedoch weniger als traditionelle Einstellung zu werten, sondern vielmehr als eine Dimension der Liebe zu betrachten.
  • Besonders wichtig ist für Langzeitehepartner auch die gegenseitige Wertschätzung und das ständige Bemühen darum.

Es hat sich bei der Befragung auch herausgestellt, daß Männer und Frauen aus glücklichen Ehen ihre Situation sehr ähnlich bewerten. Hinweise auf gegenseitige Abhängigkeit oder Unterdrückung wurden nicht angegeben. Auch bei derzeit weniger zufriedenen Paaren steht die Liebe im Vordergrund. Allerdings fällt hier auf, daß eine Vielzahl mehr an Motiven für das weitere Zusammenleben angegeben wird als bei den glücklichen Partnern. So haben beispielsweise für die Partnerinnen materielle Gründe große Bedeutung, an der Ehe festzuhalten. Unzufriedene Männer heben weit stärker als ihre Frauen hervor, daß eine gute Sexualbeziehung und die Zuversicht, die Konflikte bald zu lösen, die Ehe zusammenhält. Gegenseitiges Vertrauen ist Voraussetzung Die Autorinnen der Studie haben die Paare auch nach ihrer Meinung gefragt, welche die wichtigsten Voraussetzungen für das langandauernde Funktionieren einer Ehe seien. Folgende fünf Kriterien wurden von Männern und Frauen gleich häufig angeführt:

  • Gegenseitiges Vertrauen
  • Liebe
  • Treue
  • Offenheit
  • Ehrlichkeit
  • Aufrichtigkeit

Die weiteren Kriterien werden geschlechtsspezifisch unterschiedlich bewertet. Frauen wünschen sich von ihren Partnern vor allem Einfühlungsvermögen, häufigeren Gedankenaustausch, fröhliche Familienatmosphäre. Für Männer steht Sexualität mit Abstand im Vordergrund, gefolgt von zärtlicher Zuwendung. Frauen sind häufiger unzufrieden Bei sehr zufriedenen Paaren sind meist beide Partner in gleichem Ausmaß glücklich. Bei unzufriedenen Eheleuten kann es durchaus auch nur ein Partner sein, der sich Veränderungen wünscht - meist ist es dann die Frau. Folgende Gründe sind dafür ausschlaggebend:

  • Frauen sind anspruchsvoller als Männer und daher eher daran interessiert, die Beziehung zu verbessern.
  • Da es Männern generell leichter fällt, ihre Wünsche durchzusetzen, kommen Frauen oft zu kurz.
  • Männer neigen oft dazu, emotionale Situationen falsch wahrzunehmen. Frauen können die Beziehung realistischer einschätzen.
  • Frauen werden im Alter häufig aktiver und dominanter, Männer hingegen passiver und abhängiger. Das Paar entwickelt sich also auseinander, zu Ungunsten der Frau.
  • Für Frauen werden meist die persönlichen Gewohnheiten des Partners zum Stein des Anstoßes.


Informationen: Dipl. Psych. Helga Hammerschmidt, Ph. D. Florence Kaslow, Schröderweg 7, D 82229 Hechendorf.