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Kurz und wichtig.

Kinder müssen Gefühle loslassen können.; "Brutale Erziehung" Seit dem 18. Jahrhundert verpönt.


Kinder müssen Gefühle loslassen können.

Eine deutsche Studie, die sich damit beschäftigt hat, wie Kinder auf Konflikte von Eltern reagieren, ist zu dem Schluß gekommen, daß Kinder unbedingt die Möglichkeit brauchen, ihre Reaktionen auszudrücken. Eine Folge des Erlebens elterlicher Konflikte kann im schlimmsten Fall sogar bedeuten, daß sich die Kinder vor ihren Eltern emotionell zurückziehen, sich innerhalb der Familie sozusagen isolieren. Der Dialog zwischen Kindern und Eltern wird dann immer schwieriger, und eine der wichtigsten Möglichkeiten, den Konflikt zu bewältigen, fällt aus: Die Reflexion über Streitverläufe, die Kommunikation über den Streit sowie das Erleben der Versöhnung. Somit ist es auch für Berater von konfliktbelasteten Familien besonders wichtig, Eltern und Kinder miteinander ins Gespräch zu bringen.


"Brutale Erziehung” Seit dem 18. Jahrhundert verpönt.

Die Familie, wie sie in der Aufklärungsliteratur der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts propagiert wurde, sollte, abgelöst von den materiellen Erfordernissen der Erlebniswelt, ein Hort der Erholung und ein Raum der Kommunikation sein. Gefühlsintensive Beziehungen zwischen Ehegatten und Kindern sollten im Vordergrund stehen. Kinder wurden als Frucht einer innigen, liebesbetonten Beziehung gesehen und erhielten dadurch einen besonderen Wert. Das Umdenken im Bereich der Kindererziehung stellte erstmals die traditionell distanzierte Haltung der Eltern zu ihren Kindern und die häufige brutale Züchtigung in Frage. Gleichzeitig wurde aber auch übermäßige Verwöhnung kritisiert.