Kurz und wichtig.
Neuer Generationenrhythmus.
Die Universität Konstanz hat herausgefunden, daß es aufgrund der längeren Lebenserwartung immer selbstverständlicher wird, daß zwei Generationen eine gemeinsame Lebenszeit von sechs Jahrzehnten aufweisen können. Bei drei Generationen können es drei bis vier Jahrzehnte sein, die man miteinander erlebt. Noch im letzten Jahrhundert starben die Großeltern meist vor der Geburt ihrer Enkelkinder. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts zeigt sich, daß bei der Geburt und in den ersten Lebensjahren der dritten familialen Generation nahezu noch jeder Großvater und jede Großmutter lebt.
Krise erstes Kind?
Das erste Kind bedeutet für jede Familie eine einschneidende Änderung ihres Lebens. An der Universität München wurde nun untersucht, welche Persönlichkeitsmerkmale es Menschen erleichtern, diesen Übergang zur Elternschaft positiv zu bewältigen. Die Hauptergebnisse: Menschen, die weniger nachtragend, weniger narzißtisch und weniger hilflos im Umgang mit Menschen sind, haben es diesbezüglich leichter als jene, für die das erste Kind eine schwierige Krise darstellt. Sie verfügen über mehr Interesse an den Belangen ihrer Mitmenschen sowie über mehr Selbstwertgefühl. Die Paare mit geglückter Elternschaft berichten von einer großen Zufriedenheit mit dem Eheleben und der Sexualität, sie haben einen größeren Zusammenhalt und ein höheres Maß an Freizeitgestaltung sowie kultureller Orientierung.
