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KOLUMNE

Baby! Nie mehr allein zu Haus ...

Von: Sonja Dörfler

Von Reisbrei, Frühlingserwachen und Hundeliebe

Abigail ist nun fünf Monate alt. In den letzten Wochen war ihr Blick immer stärker auf unsere Teller und unsere Münder gerichtet. Regelrecht verfolgt hat sie, wie die einzelnen Bissen im Mund verschwanden.  Für mich ein klares Zeichen: Jetzt ist es Zeit für den ersten Brei. Genau an ihrem fünften Monatstag haben wir Bio-Karotten gedünstet, mit dem Mixer vermengt und ihr das Lätzchen umgelegt. Dieser Moment ist sehr aufregend, besonders, wenn ein Kind bislang voll gestillt wurde. Für mich als Mutter war es eine Mischung aus Freude auf mehr Unabhängigkeit und aus Wehmut, weil das Kind einen Schritt weg von der körperlichen Symbiose vollzieht. Für den Vater ist es jedenfalls ein Gewinn: Auch er kann Abigail jetzt füttern.

Die Karotten kommen gut an, während der nach einiger Zeit folgende Reisbrei mit Empörung und Geschrei ausgespuckt wird. Die darauf folgende süße Birne wiederum wird mit Gier gegessen. Hm. Sind wir bereits auf der Schiene der klassischen Ernährungsfehler und lassen uns von einem schreienden Kind erpressen? Wir werden in Zukunft die Birne mit dem Reisbrei mischen. Ich muss nach einer Kostprobe ehrlich gestehen, auch ich würde den Reisbrei nicht pur essen wollen.

Das warme Wetter lässt Abigail endlich den Garten entdecken. Wir haben die Hollywoodschaukel in Betrieb genommen und können gemeinsam, vor der Sonne geschützt, schaukeln. Das wird entweder von einem Jauchzen begleitet oder hilft schnell bei Einschlafschwierigkeiten. Die gute alte Hollywoodschaukel ist ein geniales Accessoire für das Babyjahr und allen frisch gebackenen Eltern zu empfehlen, die auch nur irgendwie Platz dafür haben. Die viele frische Luft macht unser Baby jetzt besonders ausgeglichen. Sie schläft besser und hat besonders gute Laune, wenn sie wach ist.

Noch abschließend kurz etwas zum Frühlingsthema Kinder und Hunde: Ja, es ist ein problematisches Verhältnis. Man stößt immer wieder – auch im Freundeskreis – auf Unverständnis, wenn man nicht darauf vertraut, dass der Riesenhund „eh nix tut“. Man wird ignoriert, wenn man erklärt, dass der liebe Hund allein mit seiner Tatze das Gesicht des Babys entstellen könnte und deshalb um ein Anleinen des Tieres bittet, während man gemeinsam zum Essen geladen ist. Man könne das dem armen Hund nicht zumuten, der würde sich ja kränken, ist die Antwort und das Thema damit (nicht) vom Tisch. Für Eltern bedeutet so ein rücksichtsloses Verhalten Stress pur: Man muss das Baby ständig am Schoss haben und kann auch dann noch den neugierigen Riesenhund immer wieder abwehren. Liebe Hundehalter, bei aller Hundeliebe: Kein Baby hat je einen Hund tot gebissen, umgekehrt soll es vorgekommen sein.

sonja.doerfler@oif.ac.at

Informationsdienst "beziehungsweise", Ausgabe April 2012.