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Nachlese: Die digitale Familie – Wie Neue Medien und das Coronavirus das Familienleben verändern


Nachlese
zur Veranstaltung am 27. Mai 2021

Digitale Medien sind längst in den Familien angekommen und bestimmen den Alltag von Eltern und Kindern. Mit der Corona-Pandemie hat sich dieser Trend noch verstärkt. Dem Thema Digitalisierung und Familienleben näherte sich die Veranstaltung aus drei Perspektiven an: Mediennutzung, Schule und Erziehung.

Impuls 1

Peter Eiselmair, MAS MSc (Education Group GmbH, Linz)
Medienalltag der Kinder im Einfluss der Corona-Pandemie – Ergebnisse der 7. Oö. Kinder-Medien-Studie
Seit mehr als einem Jahrzehnt geben die Medien-Studien der Education Group Einblick in das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen. 2020 standen die Befragungen ganz im Zeichen der Corona-Pandemie und zeigten, wie sich das Medien- und Freizeitverhalten der Kinder geändert hat, wie Eltern die Mediennutzung ihrer Kinder einschätzten und wie Pädagog/innen auf die neuen Rahmenbedingungen reagierten.

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Link zur Oö. Kinder-Medien-Studie 2020


Impuls 2

Univ.-Prof. Mag. Dr. Susanne Schwab (Universität Wien, Zentrum für LehrerInnenbildung)
Homeschooling – Einblicke in das emotionale Erleben von Schüler/innen und Eltern während der Schulschließungen
Im Zuge der Corona-Pandemie und der Schulschließungen war es Ziel der Inclusive-Home-Learning-Studie (INCL-LEA), Auswirkungen auf den österreichischen Schulkontext zu identifizieren. Dabei standen verschiedene Sichtweisen – unter anderem jene der österreichischen Schüler/innen und auch jene von Eltern – im Mittelpunkt. Die Ergebnisse aus qualitativen Interviews und einer Online-Fragebogenumfrage zeigen bei Schüler/innen und Eltern ein hohes Belastungspotenzial durch virtuelles Lernen und die Homeschooling-Situation.

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Impuls 3

Mag. Dr. Sabine Buchebner-Ferstl (ÖIF)
Die Rolle digitaler Medien in der Kindererziehung
Für Eltern stellt das Internet mittlerweile eine zentrale Informationsquelle bei Erziehungs- und Entwicklungsfragen dar. Für die klassische Elternbildung bringt diese Entwicklung Risiken, aber auch Chancen mit sich: Einerseits werden über das Internet fragwürdige Konzepte transportiert, andererseits bieten digitale Medien erweiterte Möglichkeiten, Eltern zu erreichen. Im Rahmen einer ÖIF-Studie wurde der Frage nachgegangen, welche Implikationen sich aus der Digitalisierung für die Elternbildung ergeben.

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Zum Abschluss der Online-Veranstaltung wurde in einer Wordcloud eingefangen, was nach Meinung der Teilnehmer/innen Familien nach der Pandemie brauchen:

Kontakt
Mag. Rudolf Karl Schipfer

rudolf.schipfer@oif.ac.at

01/4277-48913


Elementarpädagogik an der Universität Klagenfurt

Die Bedeutung elementarer Bildung für Individuum, Gesellschaft und Volkswirtschaft

Am Tag der Elementarpädagogik, dem 24. Jänner 2020, tauschten Experten ihr Wissen an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in den Bereichen Theorie, Praxis und System der Elementarpädagogik aus.

Luise Hollerer übernahm hierbei den theoretischen Teil, Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiums den praktischen Teil und Norbert Neuwirth skizzierte in seinem Vortrag "Kosten-Nutzen-Analyse der Elementarbildungsausgaben" die erweiterte Finanzierungsstruktur des Elementarbildungssektors in Österreich.


Nachlese: Festveranstaltung 25 Jahre ÖIF


Am 16. Mai 2019 feierte das Österreichische Institut für Familienforschung (ÖIF) sein 25-jähriges Bestehen. Gegründet im Mai 1994 ist das ÖIF zu einem fixen Bestandteil der akademischen Familienforschung geworden. Es hat sich als unverzichtbare Einrichtung innerhalb der wissenschaftlichen Community etabliert und ist für familienpolitische Entscheidungsträger/innen auf Bundes- und Landesebene ein unabhängiger Kooperationspartner.


Am 16. Mai 2019 fanden sich knapp 100 Personen aus Wissenschaft, Politik, öffentlicher Verwaltung und aus der praktischen Familienarbeit zu einer Festveranstaltung in der Sky Lounge der Universität Wien ein. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal begrüßte als Institutsleiter die Ehrengäste und die zahlreichen Besucher/innen. Sektionschefin Bernadett Humer MSc überbrachte die Grußworte für die Sektion Familien und Jugend des Bundeskanzleramtes und Landesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister hob als Vertreterin des Landes Niederösterreich die gute Zusammenarbeit mit dem ÖIF hervor. Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Jean-Robert Tyran überbrachte die Glückwünsche der Universität Wien zum 25-jährigen Bestehen. Das ÖIF wurde im Jahr 2006 als Drittmittelprojekt an die Universität Wien angegliedert und die Familienforschung damit auch in Österreich universitär verankert.

Prof. Dr. Norbert Schneider, Soziologe und Leiter des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden, beschäftigte sich in seinem Festvortrag mit den wesentlichen Entwicklungslinien der sozialwissenschaftlichen Familienforschung im deutschsprachigen Raum. Der Gegenstand, die Theorien, die Fragestellungen und auch die Methoden haben sich in den letzten 25 Jahren ebenso wie die Rahmenbedingungen in vieler Hinsicht deutlich verändert. Der Familienbegriff eine Erweiterung erfahren und ist nicht mehr auf die Erforschung der Kernfamilie eingeschränkt. Die Forschung bezieht mittlerweile die vielfältigen privaten Lebensformen und Entwicklungsverläufe mit ein. Die Breite der Forschungsthemen habe dementsprechend zugenommen.

Welchen Herausforderungen und Themen sich in Zukunft die Familien und damit auch die Familienforschung stellen muss, war Gegenstand einer Podiumsdiskussion mit Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Prof. Dr. Norbert Schneider und Assoz. Prof. Dr. Ulrike Zartler. Besonders Migration, Mobilität und Veränderung der Familien- und Lebensformen wurden angesprochen und Forschungsbedarf geortet.

Das Auditorium war eingeladen, sich interaktiv an der Podiumsdiskussion zu beteiligen. Per Handy-App konnten die Anwesenden ihre dringlichsten „Themen und Fragen der Zukunft“ direkt auf die Leinwand projizieren, und diese griff dann die Podiumsrunde auf. Vor allem Wahlfreiheit, Pflege und Kindeswohl wurden dabei als zentrale Zukunftsthemen genannt.

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Gudrun Biffl, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal (Leiter des ÖIF), Sektionschefin Bernadett Humer MSc, Dr. Isabella Hranek (kaufmännische Geschäftsführerin des ÖIF), Prof. Dr. Norbert Schneider, Assoz. Prof. Dr. Ulrike Zartler
Das ÖIF wird von Wolfgang Mazal als ehrenamtlichem Institutsleiter und von Isabella Hranek als kaufmännischer Geschäftsführerin geführt.

Link zur Presseinformation 25 Jahre ÖIF


Rückfragen:
Mag. Rudolf Karl Schipfer
rudolf.schipfer@oif.ac.at
01/4277-48913

Fotos: Christine Geserick