Nachlese: Sorge tragen, Pflege leisten. Was Pflege für Angehörige bedeutet

 

Nachlese zum 14. November 2019

Die Sorgearbeit, im Speziellen die Unterstützung alter und kranker Personen, ist eine grundlegende Herausforderung unserer Gesellschaft. Menschen leben immer länger und Phasen, in denen der Alltag alleine nicht bewältigt werden kann, weiten sich aus. Die prognostizierte Alterung der Gesellschaft verschärft diese Entwicklung, typische Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz werden häufiger. 


Foto: Petra Köfinger, Claudia Sengeis, Sabine Buchebner-Ferstl, Zuzana Tanzer, Ulrike Famira-Mühlberger, Christine Geserick, Wolfgang Mazal (v.l.n.r.)


Impuls 1

Dr. Sabine Buchebner-Ferstl und Dr. Christine Geserick (ÖIF)

Demenz und Familie – Herausforderungen für pflegende Angehörige

Was bedeutet eine Demenzerkrankung für die Angehörigen? Was ändert sich im Familienalltag? Was sind Herausforderungen auf organisatorischer, aber auch auf emotionaler Ebene? Und was ändert sich im „System Familie“? Die beiden Studienautorinnen stellten die Ergebnisse ihrer qualitativen Interview-Studie vor und gewährten Einblick in die Lebensrealitäten von pflegenden Angehörigen in unterschiedlichen Familienkonstellationen und Betreuungsarrangements.

Impuls 2

Priv.-Doz. Dr. Ulrike Famira-Mühlberger PhD (WIFO)

Zur Bedeutung der mobilen Pflegedienstleistungen

Die Vortragende präsentierte eine WIFO-Studie zur Bedeutung der mobilen Pflegedienstleistungen. Ausgehend von Projektionen zu den Kostenentwicklungen der Pflegedienstleistungen bis 2050 wurden drei Politikszenarien (mehr stationäre Pflege, mehr mobile Pflege, mehr 24-Stunden-Betreuung) vorgestellt, die den aktuellen Versorgungsmix in unterschiedlicher Weise verändern. Es zeigte sich, dass eine stärkere Verschiebung hin zu mehr mobiler Pflege den Kostenpfad dämpfen und auch das Personalproblem etwas entschärfen könnte. Dennoch ist mit einem hohen Anstieg der Pflegekosten bis 2050 zu rechnen.


Impuls 3


Podiumsdiskussion: Was braucht es, damit Pflege zuhause gelingt?

Zu den Themenfeldern "Zusammenwirken von Angehörigen und Pflegekräften, soziale Absicherung und Arbeits- und Lebensbedingungen" diskutierten
Petra Köfinger MSc (Hilfswerk Österreich)
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal (Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Leiter des ÖIF)
Claudia Sengeis (Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Eltern als pflegende und betreuende Angehörige) und
Zuzana Tanzer (Verein Altern in Würde)
 
 
Ansprechpartner
Mag. Rudolf Karl Schipfer
rudolf.schipfer@oif.ac.at
01/4277-48913


Diversity/Equality. Management von Vielfalt. Diskriminierungsschutz

Eine Lehrveranstaltungsreihe an der Universität Wien

In einer Epoche der rasanten Globalisierung und wachsenden, internationalen Verflechtungen nimmt der Umgang mit Vielfalt einen immer höheren Stellenwert ein. Diversität eröffnet Chancen, birgt aber auch Spannungen. Die Lehrveranstaltungen bieten das Rüstzeug, um die Chancen zu nutzen und um Spannungen in der Gesellschaft abzubauen.

An der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien wird zu diesem Fragenkreis im aktuellen Studienjahr eine Lehrveranstaltungsreihe für alle Studienrichtungen und auch externe Interessent/Innen angeboten. Ein Einstieg ist in jedem Semester möglich. Die Reihe ist in zwei Semestern abschließbar.

Weiter Informationen entnehmen Sie bitte der Veranstaltungsbroschüre.