Elementarpädagogik im Fokus: Qualität definieren, Ressourcen messen, Personal stärken

Veranstaltungsreihe Familie 3.0 – Impulse für Gesellschaft, Wissenschaft und Politik

Termin: Donnerstag, 18. Juni 2026 von 15.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Universität Wien, Juridicum (Dachgeschoß), 1010 Wien, Schottenbastei 10–16

"Für unsere Kinder nur das Beste!" ist der Anspruch – aber welche Standards braucht es in der Kinderbildung und -betreuung und wie sieht die Situation des Personals wirklich aus?

  • Impuls 1

    Ass.-Prof. Dr. Astrid Wirth (Institut für Bildungswissenschaften, Universität Wien)
    Was macht gute Qualität im Kindergarten aus? – Und was übersehen wir noch?
    Der Beitrag stellt zentrale Modelle von Qualität im Kindergarten vor und diskutiert deren Bedeutung für die Entwicklung kindlicher Kompetenzen und Schulreife. Ein Teil des Beitrags widmet sich der Frage der Vermittlung digitaler Kompetenzen im Zuge der Vorbereitung auf die digitale Welt. 
  • Impuls 2

    Dr. Andreas Baierl (Österreichisches Institut für Familienforschung, Universität Wien)
    Die Personalausstattungsquote – Ein neuer Indikator zur Messung der Personalausstattung in Kinderbetreuungseinrichtungen
    Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung entwickelte das ÖIF einen Indikator zur Messung der Personalausstattung auf Einrichtungsebene. Der Wert kann für beliebige Einrichtungen berechnet werden und berücksichtigt das Alter der Kinder, die Familiensprache und ob Eingliederungshilfe erhalten wird.
  • Impuls 3

    Michael Lillich, MA (Institut für Gesundheitsförderung und Prävention, Wien)
    Zwischen Sinnstiftung und Erschöpfung – Die Gesundheit des Personals elementarpädagogischer Einrichtungen im Spiegel der AKTAHS
    Die Austrian Kindergarten Teacher and Assistant Health Study (AKTAHS) ist eine österreichweite Befragung von Personal in elementarpädagogischen Einrichtungen. Über 7.000 Teilnehmende beantworteten rund 100 Fragen zur allgemeinen und psychischen Gesundheit sowie zu arbeitsbezogenen Ressourcen und Belastungen. 

Kontakt: Mag. Rudolf Karl Schipfer
rudolf.schipfer@oif.ac.at
+43.1.4277-48913

Teilnahmemöglichkeiten (um Anmeldung wird gebeten):
Teilnahme vor Ort (Dachgeschoß Juridicum) – Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und Kennenlernen bei Getränken und einem Imbiss.
Teilnahme online – Den Teilnahme-Link erhalten Sie per E-Mail am Tag der Veranstaltung.

FACES – Internationale Familienwissenschaftliche Konferenz 2026

Inge Kraus / DJI

Von 25.–27.2.2026 fand die erste International Family Sciences Conference "Families and challenges in evolving societies in the D-A-CH Region and beyond" statt. Als Sprecherin der Sektion Familienforschung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) hat Eva-Maria Schmidt vom ÖIF diese gemeinsam mit Vertreter:innen der Sektion Familiensoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der Schweizerischen Soziologischen Gesellschaft (SGS) und dem LIVES Center organisiert.

Beginnend mit einem Doktorand:innen-Workshop, wurde die Veranstaltung am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München ausgerichtet und zog mehr als 90 Forscher:innen aus ganz Europa an.

Link zur Website: "Families and challenges in evolving societies in the D-A-CH Region and beyond"


Nachlese: Care-Arbeit: Familien, Kinder und Jugendliche als Betreuende und Betreute

Veranstaltungsreihe Familie 3.0 – Impulse für Gesellschaft, Wissenschaft und Politik

Nachlese zur Veranstaltung vom 20. November 2025 

Der Begriff „Care-Arbeit“ spannt ein weites Feld auf, das von Kinderbetreuung bis Kranken- bzw. Altenpflege reicht und unterschiedliche Generationen als Betreuer:innen und Betreute umfasst. Die Impulse zeigen das Thema aus verschiedenen Perspektiven: Statistik, Pflegewissenschaften und Wohlfahrtsstaatsforschung.

  • Impuls 1

    Mag. Dr. Andreas Baierl (Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien)
    Wieviel Care-Arbeit leisten Familien in Österreich?
    Auf Basis der aktuellen Zeitverwendungserhebung für Österreich werden das Ausmaß und die Aufteilung der Care-Arbeit innerhalb der Familie analysiert. Dafür wurde die Definition von Care-Arbeit auf Basis der erhobenen Zeitverwendungskategorien überarbeitet. 
    Download Präsentation
  • Impuls 2

    Assoz. Prof. Mag. Dr. Martin Nagl-Cupal (Universität Wien, Institut für Pflegewissenschaften)
    Wenn Kinder pflegen: Young Carers im Fokus
    Kinder und Jugendliche, die familiäre Pflege leisten (Young Carers), sind ein oft unterschätztes Phänomen. In Österreich übernehmen 3–4 % der unter 18-Jährigen regelmäßig Pflege für kranke oder behinderte Angehörige. Der Impuls beleuchtet ihre Situation, die übernommenen Aufgaben und die damit verbundenen Herausforderungen.
    Download Präsentation
  • Impuls 3

    Dipl.-Soz. Fabienne Décieux (Universität Innsbruck, Institut für Soziologie) und Mag. Dr. Eva-Maria Schmidt MA (Universität Wien, Österreichisches Institut für Familienforschung)
    Wahlfreiheit als Weg zur sozialen Nachhaltigkeit? Die Organisation der Kleinkinderbetreuung in Österreich unter der Lupe
    Der Input fragt, inwiefern die politische und wohlfahrtsstaatliche Organisierung der Kleinkinderbildung und -betreuung in Österreich als sozial nachhaltig, d. h. als langfristig fair und gerecht, gelten kann. Untersucht werden die Regelungen rund um die Elementarpädagogik und die Elternkarenz. 
    Download Präsentation

Kontakt: Mag. Rudolf Karl Schipfer
rudolf.schipfer@oif.ac.at
+43.1.4277-48913


Wege aus dem "Mental Load"

Veranstaltung Mental Load

"Immer muss ich an alles denken!" Kinder, Job, Partnerschaft, Eltern, Geld: Frauen fühlen sich von früh bis spät verantwortlich. Das ist viel – manchmal zu viel – und kann Gesundheit, Psyche und finanzielle Zukunft belasten.

Darüber diskutierten Eva-Maria Schmidt (Soziologin am ÖIF, Universität Wien), Elisabeth Cinatl (Psychotherapeutin und Leiterin des Vereins wendepunkt), Anna Rosenberger (kfb St. Pölten, Erwachsenenbildnerin und Beirätin von "Welt der Frauen"), Erich Lehner (Psychotherapeut und Vorsitzender des Dachverbandes Männerarbeit in Österreich) am 13.11.2025 auf Einladung des Landes NÖ in Kooperation mit dem Magazin "Welt der Frauen" in Wr. Neustadt.

Zur Nachlese


Evidenzbasierte Entscheidungen im öffentlichen Sektor erfordern solide und verlässliche Datengrundlagen. AUSSDA – The Austrian Social Science Data Archive stellt eine Reihe von Datensätzen aus sozialwissenschaftlichen Umfrageprogrammen zur Verfügung, die auch für die öffentliche Verwaltung von Interesse sind – etwa zu den Themen Familien, Soziales, Wohnen, Gesundheitsverhalten, Arbeitsmarktpartizipation.

Am 29.5.2025 veranstalteten das ÖIF und das AUSSDA gemeinsam einen hybriden Workshop für Mitarbeiter:innen der öffentlichen Verwaltung. 

Die Teilnehmer:innen konnten den AUSSDA-Datenbestand, das Generations and Gender Programme (GGP) und den Sozialen Survey Österreich (SSÖ/ISSP) genauer kennenlernen und Fragestellungen diskutieren, die umfassende empirische Evidenz erfordern.


Nachlese: "Gender Sleep Gap"

Die als „Mental Load“ bezeichnete psychische Mehrbelastung von Frauen zeigt sich auch in den Schlafzimmern. Frauen – vor allem solche mit Familie – schlafen laut Studien schlechter und etwa 30 Minuten weniger als Männer. Das wirkt sich auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Frauen aus. 

Bei einer von IKEA am 19.2.2025 in Wien veranstalteten Podiumsdiskussion zum „Gender Sleep Gap“ im Vorfeld des Weltfrauentags war das ÖIF durch Eva-Maria Schmidt vertreten. Sie diskutierte mit Bundesministerin a. D. Maria Rauch-Kallat, Maren Wölfl, Autorin und Gründerin Female Wakeup Call, und Catharina Fendt von IKEA Österreich. (Foto: © leadersnet.at/A. Felten)

Zur Nachlese "Gender Sleep Gap"


Nachlese: Fachtagung "Elternrolle vorwärts!"

Logo Zwei und Mehr

Die Fachtagung "ELTERNROLLE VORWÄRTS! Der Spagat in der Elternbildung – zwischen Wunsch und Wirklichkeit" wurde von der Fachabteilung Gesellschaft des Landes Steiermark organisiert und fand am 24. September 2024 in Graz sowie online statt.

Vom ÖIF referierte Sabine Buchebner-Ferstl zum Thema „Neue Wege in der Elternbildung – Erfahrungen mit digitalen Formaten und Vermittlungswegen“.

Zur Nachlese


Konferenz "Bedeutung der Familie für die Gesellschaft"

30 Jahre Internationales Jahr der Familie

Nachlese: 30 Jahre Internationales Jahr der Familie

Anlässlich des Jubiläums "30 Jahre Internationales Jahr der Familie" fand am 14. Juni 2024 die Konferenz "Die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft" im Palais Niederösterreich in Wien statt.

Diese wurde vom Bundeskanzleramt (BKA) organisiert und vom Österreichischen Institut für Familienforschung (ÖIF) wissenschaftlich begleitet.

Der Konferenzbericht und die Konferenzunterlagen sind auf der Website des Bundeskanzleramtes veröffentlicht und hier zum Download verfügbar.

Kontakt: Bundeskanzleramt, Abt. VI/9 - Familienpolitische Grundsatzabteilung
familienpolitik@bka.gv.at